BETWEEN SURFACES

BOJAN ŠARČEVIĆ
in Zusammenarbeit mit BQ, Berlin


Ein Auto fährt durch die Welt, die Scheiben beschlagen von Atem und Wetter. Der Fahrer zeichnet auf das angelaufene Glas kurze, klare Linien, die erscheinen und verschwinden, während sich der Blick auf die Straße öffnet. Die Spuren entstehen durch Bewegung und Wärme, Gesten von Kontrolle und Loslassen.

In der Nähe vier Onyxplatte mit einer dünnen Wachsschicht überzogen. Ihre gedämpften Adern entstanden aus organischen Partikeln, die sich über Millionen von Jahren ablagerten und oxidierten – Zeit verdichtet zu Mustern. Doch selbst diese uralte Oberfläche ist nicht starr: Hitze wird das Wachs erweichen, es in langsamen Zyklen enthüllen und verbergen, ein Echo der Erwärmung der Atmosphäre.

Beide Werke bewegen sich an der Grenze zwischen Sichtbarkeit und Verhüllung. Die Hand, die auf Glas zeichnet, und die Hitze, die in den Stein eindringt, folgen demselben Impuls: zu berühren, zu verändern, zu enthüllen. Was bleibt, ist eine flüchtige Klarheit, schwankend zwischen Atem und Materie.

BETWEEN SURFACES

BOJAN ŠARČEVIĆ
in Zusammenarbeit mit BQ, Berlin


Ein Auto fährt durch die Welt, die Scheiben beschlagen von Atem und Wetter. Der Fahrer zeichnet auf das angelaufene Glas kurze, klare Linien, die erscheinen und verschwinden, während sich der Blick auf die Straße öffnet. Die Spuren entstehen durch Bewegung und Wärme, Gesten von Kontrolle und Loslassen.

In der Nähe vier Onyxplatte mit einer dünnen Wachsschicht überzogen. Ihre gedämpften Adern entstanden aus organischen Partikeln, die sich über Millionen von Jahren ablagerten und oxidierten – Zeit verdichtet zu Mustern. Doch selbst diese uralte Oberfläche ist nicht starr: Hitze wird das Wachs erweichen, es in langsamen Zyklen enthüllen und verbergen, ein Echo der Erwärmung der Atmosphäre.

Beide Werke bewegen sich an der Grenze zwischen Sichtbarkeit und Verhüllung. Die Hand, die auf Glas zeichnet, und die Hitze, die in den Stein eindringt, folgen demselben Impuls: zu berühren, zu verändern, zu enthüllen. Was bleibt, ist eine flüchtige Klarheit, schwankend zwischen Atem und Materie.